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- T I M E - Version 2.8 fertiggestellt 12. Februar 1990
- Dieses Doc-File wurde upgedated am 6.6.90.
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- TIME 2.8 ist ein völlig in Assembler geschriebenes Vielzweck-
- Accessory mit besonderer Bervorzugung und Unterstützung von GEM und
- GEM-Programmen. TIME ist gedacht für den Momochrom-Monitor SM124 und
- für die verschiedenen Großbild-Monitore, läuft aber mit kleinen
- Einschränkungen auch in den niederen Farbauflösungen.
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- * Beschreibung der Funktionen
- + Bedienung
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- BESCHREIBUNG
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- * einen Bildschirmschoner (Sleeper).
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- Verschönert den schwarzgeschonten Bildschirm mit einer VDI-Grafik und
- verbraucht praktisch keinen Speicherplatz. Es wird keine
- Synchronisation abgeschaltet und es werden (beim Großbildschirm mit
- 1280*960 Punkten) keine 153 kB Speicher zum Zwischenspeichern
- verschwendet; ein mit Berechnungen beschäftigtes GEM-Programm wird
- nicht unterbrochen.
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- * ein Fenster mit nicht über die Tastatur erreichbaren ASCII-Zeichen.
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- Für ausländische Sonderzeichen und Steuerzeichen. Durch einfaches
- Anklicken mit der rechten(!) Maustaste werden die Zeichen in das
- aktuelle (Editor)-Fenster an die Cursorposition übernommen. Über
- einen einstellbaren Tastenbefehl kann der letzte Buchstabe wiederholt
- aufgerufen werden. Die Ascii-Funktion arbeitet zusammen mit allen
- Editoren, die mittels GEM die Tastatur abfragen. TIME schreibt nicht
- in den Tastatur-Puffer! Folgenden bekannte Editoren sind kooperativ:
- 1ST-Word, Word-Writer, Harlekin, Timeworks-Publisher, Edison,
- Scigraph-Editor (mit Wiederholfunktion auch in der Grafik), Calamus-
- Grafik+Editor (beides nur durch Wiederholfunktion). Das Ascii-Fenster
- arbeitet (aus unterschiedlichen Gründen) nicht zusammen mit Tempus
- und That's Write. Die Gründe für die jeweilige Nichtzusammenarbeit
- sind sehr unterschiedlicher Natur, und sollen hier nicht weiter
- erörtert werden.
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- * eine Hardcopy-Funktion auf der Tastenkombination ALT-HELP.
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- Speichert den ganzen Bildschirm, auch Großbildschirme, in ein GEM-
- Image-File. So lassen sich auch Dialogboxen als Bild abspeichern, im
- Malprogramm bearbeiten oder in ein Dokument übernehmen. Diese
- Hardcopy funktioniert auch in TOS-Programmen (in Schwarzweiß). Der
- ALT-HELP-Vektor kann wieder frei gegeben werden; dann reagiert wieder
- die Original-Routine oder ein im Auto-Ordner installiertes Programm,
- das ALT-HELP abfragt.
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- * eine Snap-Utility.
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- Zur Umwandlung von rechteckigen Bildschirm-Ausschnitten in GEM-Image-
- Bilder. Ziel der Snap-Utility auf der Festplatte ist ein von TIME
- ggf. im Root-Directory angelegter Ordner CLIPBRD, egal, ob das
- Clipboard-Accessory geladen ist oder nicht. Die Bilder werden als
- SNAP___A.IMG, SNAP___B.IMG usw. gespeichert.
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- * einen Grow- und Shrinkbox-Killer.
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- Dieser kleine Trap-Gangster erleichtert GEM um die zeitraubenden
- Spielerchen beim Öffnen und Schließen von Fenstern, Dialogboxen etc.
- Das Ganze ist zu gleichen Teilen eine Geschmacks- und eine Zeitfrage.
- Für das Desktop ist es übrigens keine Frage: es will auf seine Grows
- und Shrinks nicht verzichten!!
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- * ein frei einstellbarer Tasten-Aufruf für die Fileselektor-Box.
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- Diese Aufruf-Möglichkeit wurde einzig und allein für die [Universal]-
- Fileselektorbox eingebaut. Wer sie noch nicht hat ... sofort käuflich
- erwerben!!! Durch das Tastenkommando hat man die vielen Funktionen
- des [Universal]-Fileselektors sofort im Griff.
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- * eine Uhr in der Menuzeile.
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- Noch eine! Diese hat keine(!!!) Sekunden-Anzeige. Fährt man mit dem
- Mauszeiger in die obere rechte Ecke des Bildschirms (ohne Klick),
- erscheint für zwei Sekunden das Datum.
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- * eine CapsLock-Anzeige rechts neben der Uhr.
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- In jedem GEM-Programm sichtbar. Die CapsLock-Anzeige kann wahlweise
- auch nach links oben in die Bildschirmecke genommen werden.
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- * ein Mausbeschleuniger.
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- ... mit vier Geschwindigkeiten, läuft überall.
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- * eine Einstellmöglichkeit für die Bits 6 und 7 des Port A des
- Soundchips.
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- Diverse [Hyper]-Utilities lassen sich mit diesen beiden Ausgängen des
- Soundchip aus- und einschalten. (Wirken tut's immer, aber einstellen
- läßt sich's nur unter GEM.)
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- * ein allumfassender Schreibschutz für alle Laufwerke.
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- Das empfiehlt sich sicher bei akutem Link-Virus-Verdacht, sonst ist
- es eher hinderlich. Mit einer frei bestimmbaren Sondertaste kann man
- den Schreibschutz kurzzeitig ausschalten, damit man im Falle der
- Aktivierung nicht komplett lahmgelegt ist.
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- * apropos Sondertasten.
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- Einige Funktionen von TIME können über Sondertasten-Kombinationen
- aktiviert werden. Das sind: Uhr-Anzeige, Aufruf der Fileselektor-Box,
- das Snapshot-Programm, das ASCII-Fenster und die Schreibschutz-
- Unterdrückung.
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- BEDIENUNG:
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- + Die Dialogboxen:
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- Im Basis-Dialog, der nach dem Anklicken des Eintrags von TIME 2.8
- unterm Atari-Symbol erscheint, können die meisten Funktionen durch
- einen einfachen Klick ein oder ausgestellt werden. Die oberen vier
- Buttons auf der linken Seite führen nach einem Doppelklick in weitere
- Formulare zum Einstellen der Systemzeit und der CapsLock-Anzeige, zur
- Auswahl der Tastenkommandos und zur Box für die Screen-Utilities.
- Alle Änderungen in den Dialogen werden sofort wirksam(!), mit
- Ausnahme der Zeit-Einstellung (erst nach verlassen der Box) und den
- Tasten-Kommandos, die jeweils über [Kombination sichern] gemerkt
- werden.
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- + Konfiguration abspeichern:
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- Nachdem alles so weit eingestellt ist, kann man die komplette
- Konfiguration abspeichern. Wenn man dazu auf den entsprechenden
- Button auf der rechten Seite des Basis-Dialogs klickt, erscheint die
- Fileselektorbox mit dem bisherigen Namen und Pfad von TIME. Falls man
- TIME umbenannt hat, kann man die Datei mit der Fileselektor-Box
- suchen und anklicken, dann merkt sich TIME noch kurz den neuen Namen
- und Pfad, und sichert dann alles zusammen im Accessory. Beim nächsten
- Abspeichern der Konfiguration bracht man dann nur noch Return zu
- drücken, wenn die Fileselektorbox erscheint. Ein Test verhindert das
- Überschreiben von Dateien wo TIME nicht drin ist.
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- + Die Tasten-Kommandos:
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- Im Dialog zu den Tasten-Kommandos sieht man links die Kommandos und
- rechts Felder für die vier Sondertasten: linke Shift, rechte Shift,
- Control und Alternate. Die Abfrage der Sondertasten ist beim TOS
- schnell und unkompliziert. Damit ist TIME ein Programm weniger(!),
- daß am Tastatur-Prozessor rumfummelt. Bei vier Tasten sind die
- möglichen Kombinationen jedoch beschränkt. Dazu kommt, daß auch
- andere Programme solche Kombinationen benutzen. Um eventuellen
- Konflikten aus dem Weg zu gehen, sind alle Kombinationen in TIME
- veränder- und speicherbar. So lassen sich nur die benutzten Kommandos
- aktivieren. TIME wird mit folgenden Kombinationen ausgeliefert:
- UHR AN/AUS - nicht belegt
- SNAP-IMAGE - rechte Shift + Alt
- FILESELEKTOR - rechte + linke Shift
- ASCII-FENSTER - rechte Shift + Ctrl
- CANCEL-PROTECT - nicht belegt
- ASCII-REPEAT - Alt + Ctrl
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- Klickt man auf eins der Felder links, so werden rechts die Tasten der
- momentan aktiven Kombination invertiert. Durch Anklicken kann man
- diese Kombination verändern. Kombinationen sollten aus mindestens
- zwei Sondertasten bestehen. Eine Doppelbelegung, zwei Funktionen auf
- derselben Kombination, wird von TIME nicht überprüft. Erst durch
- einen Klick auf [Kombination sichern] wird die geänderte Kombination
- in die Exekutive übernommen. Mit [Konfiguration speichern] im Basis-
- Dialog werden die Kombinationen auf Dauer installiert.
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- + Die Pfade:
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- Genauso wie der ACC-Pfad können auch die Bilder-Pfade geändert und
- abgespeichert werden; und zwar im Dialog für die Screen-Utilities.
- Die Datei-Namen der Bilder sind jedoch festgelegt: SCREEN_A.IMG für
- die Hardcopies, SNAP___A.IMG für die Snapshots. (A wird von A-Z
- durchgezählt und wieder von vorne.)
- Beim Start stellt TIME die Existenz des gespeicherten Pfades sicher.
- Existiert dieser nicht, baut sich TIME einen Ordner CLIPBRD im Root-
- Directory und nimmt diesen Ordner zum Abspeichern der Bilder. Der
- sich hier andeutende Bezug auf's Clipboard ist natürlich sehr
- praktisch, aber für den User freiwillig. Jeder Ordner auf irgendeinem
- Laufwerk ist möglich. Die Pfade werden intern mit einer Länge von 128
- Byte verwaltet und gespeichert, obwohl in der Dialogbox nur die
- ersten 30 Zeichen angezeigt werden. Ein Klick auf die Box mit der
- Pfadanzeige holt die Fileselektor-Box, mit der man den gewünschten
- Pfad einstellen kann. Vor dem Abspeichern der einzelnen Bilder kann
- der Pfad nicht mehr verändert werden.
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- + Sleeper:
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- In der Dialogbox für die Screen-Utilities kann man die Wartezeit in
- (ganzen) Minuten einstellen. (Aus 0 Minuten werden 15 Sekunden.)
- Außerdem kann man wählen, ob der Bildschirm nach einer entsprechend
- langen Zeit der Nichtbenutzung von Maus oder Tastatur nur schwarz
- werden soll oder ob die Liniengrafik aktiviert wird.
- Der Sleeper arbeitet mit den GEM Befehlen Wind_Update und Form_Dial
- aus dem AES. Damit werden GEM-Programme ...
- 1. davon abgehalten mit einer Dialog- oder Alertbox den Sleeper-
- Bildschirm zu zerstören, denn solche Teile sind nachher nicht mehr
- korrekt zu restaurieren;
- 2. dazu angehalten den Bildschirm beim Rückzug des Sleepers
- wiederaufzubauen. Das ist weder für GEM, noch für GEM-Programme eine
- Schwierigkeit, denn solche Wiederaufbau-Routinen gehören zur
- Grundausstattung eines jeden GEM-Programms.
- Wer sehr zeitaufwendige und rechenintensive Programme laufen hat, die
- stundenlang still vor sich hin ackern, sollte die Linien-Grafik
- eventuell ausschalten. Die Grafik läuft im GEM-Event-Timer, läßt also
- alle aktiven Programme weiterarbeiten, beansprucht aber doch etwas
- Rechenzeit. Ansonsten bleibt die Bildschirm-Synchronisation, der
- Shifter und auch sonst alles unangetastet. Durch diese reine GEM-
- Lösung läuft der Sleeper auf allen Großbildschirmen.
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- + ASCII-Fenster:
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- Mit einem frei einstellbaren Tastenkommando (siehe dort) oder dem
- entsprechenden Button im Basis-Dialog wird das Fenster aufgerufen.
- Nach Anklicken mit der rechten Maustaste auf den gewünschten
- Buchstaben, verzieht sich das ASCII-Fenster hinter das vorher
- aktuelle Fenster und setzt dort den gewünschten Buchstaben an der
- Cursor-Position ein. Ein Rechts-Klick außerhalb des (aktiven) ASCII-
- Fensters bewirkt den Rückzug ohne Ausgabe eines Zeichens.
- Einige der kooperativen Programme bieten selber eine Möglichkeit,
- höhere ASCII-Zeichen einzufügen, aber meist müssen dazu Fenster
- verschoben werden, und dann ist die Stelle, an der eingefügt werden
- soll, oft nicht mehr auf dem Bildschirm etc. Das ASCII-Fenster
- erscheint beim ersten Aufruf oben rechts auf dem Bildschirm, es läßt
- sich verschieben und erscheint später an dieser Stelle wieder.
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- + HardCopy:
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- Nach Auslösung über ALT-HELP läßt sich nichts mehr anhalten! Wenn man
- im Basis-Dialog das Feld [Bildschirm als IMG] deaktiviert, wird der
- [vorherige] Vektor der Hardcopy-Routine wieder aktiviert. So kann man
- zwei Arten von Hardcopy (fast) gleichzeitig benutzen.
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- + Das SnapShot:
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- ... kann ebenfalls über eine Tasten-Kombination oder einen Button im
- Basis-Dialog aufgerufen werden. Nach Auswahlder von SNAP! in der
- folgenden Alertbox verändert sich der Mauspfeil in ein Fadenkreuz.
- Dann kann man den auszuschneidenden Bildschirm-Ausschnitt von oben
- links nach unten rechts markieren; mit festgehaltener linker
- Maustaste bis die Rubber-Box das passende Rechteck umschließt. Falls
- irgendwas schief ging, kann man durch ein Zurückziehen der Maus nach
- links oder oberhalb des linken, oberen Punktes das Abspeichern des
- Bildes verhindern. Ansonsten veranlaßt das Loslassen der Maustaste
- die Abspeicherung des Bildes. Die Kanten des Ausschnitts, also die
- Pixel unter der Rubber-Box kommen noch mit ins Bild!! Ein Klick auf
- die rechte Maustaste (vor dem Ausschneiden mit der linken oder nach
- Abbruch durch Ziehen nach links oder oben) bricht die Routine ohne
- Abspeichern eines Bildes ab.
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- + Die Uhr:
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- Wer einen 1040 oder 520 besitzt, dem begegnet TIME schon in der
- Bootphase. Wenn keine Hardware-Uhr eingebaut ist, meldet sich TIME
- während der Initialisierung und zwingt zum Einstellen der Uhr. Bei
- darauf folgenden Resets überprüft TIME die Xbios-Uhr im Keyboard und
- übernimmt diese Zeit, wenn sie aktueller ist als die Systemzeit. Eine
- Meldung zur Bootzeit erfolgt dann nicht mehr. MEGA-Besitzer begegnen
- dieser Zeitabfrage natürlich auch nicht. Uhrzeit und Datum lassen
- sich in der entsprechenden Dialogbox nochmal komfortabel einstellen.
- Dort kann man auch LED-Ziffern für die Uhr-Anzeige wählen.
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- + Caps-Lock-Anzeige:
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- Die Anzeige in der Menuzeile rechts (bei der Uhr) wird mit der Uhr
- deaktiviert! Im Formular zum Einstellen der Uhr kann man die Anzeige
- auf ,links` umstellen, dann taucht der [CapsLock-Fleck] links vom
- Menutitel DESK in der Bildschirmecke auf. Diese Anzeige wird nicht
- mit der Uhr deaktiviert. Sie ist, wenn gewählt, immer aktiv.
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- ? Na was denn noch?
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- ! bzw: Michael Ahrweiler
- ! Kuhredder 59a
- ! 2 Hamburg 65
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